ESA Astronaut Alexander Gerst

Der promovierte Geophysiker wird 2014 zur internationalen Raumstation ISS fliegen. Er wurde als dritter deutscher Astronaut von der ESA nominiert. Für die Dauer von sechs Monaten wird er Teil eines internationalen Teams sein.

Alexander Gerst setzte sich beim Auswahlverfahren der Europäischen Weltraumbehörde ESA durch

Schon im zarten Alter von sechs Jahren hat ihn das Thema Raumfahrt fasziniert. Ausschlaggebend war wohl sein Großvater, dessen Leidenschaft das Amateurfunken war. Dieser hatte eines Tages die Idee, die Antenne des Funkgerätes in Mondrichtung zu drehen. Die Wellen wurden reflektiert und Alexander Gerst, der zuvor ein paar Worte in das Mikrofon gesprochen hatte, konnte seine eigene Stimme, vom Mond zurückschallend, hören. Mit diesem Erlebnis wurde eine lebenslange Leidenschaft geweckt.

Durch ein packendes Erlebnis in Neuseeland entschied er sich für ein Studium der Geophysik und Vulkanologie. Er studierte in Karlsruhe und schloss sein Studium mit einem Diplom ab. In Wellington (Neuseeland) erwarb er einen Mastertitel (more…)

Die ISS – Geschichte des gemeinsamen Projekts

Das hatte mehrere Vorläufer und war schon lange im Gespräch, es bedurfte mehrerer unterschiedliche Entwicklungen bis die beteiligten Nationen sich zusammenschließen konnten.

Den Traum im Weltall zu wohnen gibt es nicht erst seit der bemannten Raumfahrt. Sonne, Mond und Sterne waren schon seit jeher Sitz von Göttern oder anderen Wesen und der Mensch wollte ebenfalls zu fremden Planeten reisen.
Die Sowjetunion hatte es schon in den 1970er Jahren geschafft Stationen in den Orbit zu schießen und Kosmonauten dort zu beschäftigen. Das letze erfolgreiche Beispiel war die Station MIR. Kurz vor Ende des kalten Krieges wurde eine zweite Station geplant, da man wusste, dass die MIR nur einen begrenzten Zeitraum oben bleiben konnte.
Doch die Finanzierung besonders nach dem Zerfall der Sowjetunion gestaltete sich schwierig.

Seit den Achtzigerjahren versuchten andere Nationen, wie die Mitglieder der ESA ebenfalls eine Station in das All zu schicken, mussten allerdings aus Kosten- oder technischen Gründen laufende Projekte abbrechen. Mitte der Neunzigerjahre hatte man nun die Gelegenheit mit verschiedenen Ländern, deren Einbeziehung vorher undenkbar gewesen wäre, Abkommen zu treffen und grenzübergreifend nicht nur in Europa zu agieren. So sicherte die ESA der NASA die Lieferung von Komponenten zu und auch Russland und die USA kamen überein, dass es einen unbegrenzten Austausch in Sachen ISS geben sollte. Auch Japan wurde was die Hardware anging, eingebunden. (more…)