Die USA haben sich keinesfalls von der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt, der jüngst verabschiedete Haushaltsplan lässt die Staatsverschuldung weiter ansteigen. Präsident Obama muss dennoch beginnen zu sparen, und das tut er auch bei der NASA.

Die Sparpläne des Präsidenten sind weitreichend, zusätzliches Geld will er vor allem in Bildung und Forschung investieren. Ein Leidtragender: Die National Aeronautics and Space Administration, kurz: NASA.

Die Raumfähre Endeavour wohl bald ihren wohl letzten Flug ins All, die Atlantis wird im Juli dann das Kapitel der Space-Ausflüge vom Cape Canaveral beenden. Das Shuttle-Programm in Florida ist schlicht zu teuer geworden und seit dem Ende des Kalten Krieges auch nicht mehr unbedingt notwendig (Stichwort: Wettlauf zum Mond). Seit 1961 starteten alle bemannten Raumschiffausflüge der Amerikaner hier. Doch wird schon seit einiger Zeit hinterfragt, ob das Zeitalter der Space-Erkundungen nicht eigentlich vorüber sei? Zu spärlich sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse, gleichsam aber auch zu kosten- und zeitintensiv. Obama setzt auf private Investoren - der Staat aber soll nicht weiter für die kostspieligen Ausflüge aufkommen müssen.

Zudem wurde bereits zuvor entschieden, dass das Constellation-Programm der NASA, das bis 2020 Menschen zum Mond bringen sollte, gestrichen werden soll. Obama hat sich dagegen ausgesprochen, da es deutlich hinter dem ambitionierten Zeitplan liegt und die Kosten immer weiter ansteigen lässt.

Innerhalb der NASA geht Unsicherheit um. Angesichts der tiefgreifenden Einschnitte wird die Institution in seiner jetzigen Form und Aufstellung kaum aufrecht erhalten bleiben können. Inwiefern ihr der Neustart mit neuen, ambitionierten Projekten gelingt, bleibt abzuwarten. Schließlich hätte der Präsident auch in diesem potentiellen Fall bzgl. der Finanzierung ein gewichtiges Wort mitzureden…