Schon der legendäre deutsche Raketenforscher Wernher von Braun, der maßgeblich am ersten Flug zum Mond beteiligt war, hatte Pläne für den Flug zum Mars. Für den bemannten Raumflug stellt der rote Planet das nächste logische Ziel dar. Der Mars ist der Planet, welcher der Erde am nächsten kommt. Auch deswegen gibt es immer wieder Überlegungen, nicht nur in Science-Fiction-Literatur, dass der Mars eines Tages von Menschen besiedelt werden könnte.

2004 bewilligte US-Präsident Bush das Raumfahrtprogramm Constellation. Es soll über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten den Flug zum Mars vorbereiten. Der erste Schritt wird der neue Raumschifftyp Orion sein. Damit sollen erstmals seit dem Apollo-Programm wieder Besuche auf dem Mond stattfinden. Ab 2024 soll dort eine Raumstation gebaut werden, die als Basis für den ersten Marsflug dienen soll. Dieser wird für das Jahr 2037 anvisiert.
Die ESA ist finanziell bei weitem nicht so gut ausgestattet wie die NASA. Aber auch sie hat ein Marsprogramm, das einen Flug für nach 2030 ins Auge fasst. Da die ESA aber nicht über die nötige Technologie verfügt, wird dieser Termin allenfalls in einer internationalen Zusammenarbeit zu realisieren sein.

Die Chinesen träumen sicher auch vom Mars, aber es wird in den nächsten Jahrzehnten allenfalls unbemannte Missionen geben. Das große Ziel der chinesischen Raumfahrt ist der Flug zum Mond, der für 2024 geplant ist. Vielleicht können die Chinesen dann schon die amerikanische Mondstation besuchen.
Neben den Amerikanern sind allenfalls noch die Russen in der Lage, ein Marsprogramm in den nächsten Jahrzehnten aus eigener Kraft durchzuführen. Ob aber die Ankündigung, dass schon ab 2015 eine russische Station auf Mond aufgebaut werden soll, tatsächlich Realität wird, bleibt doch höchst zweifelhaft.

Angesichts der technologischen und finanziellen Herausforderungen ist es ohnehin völlig unsinnig, im 21. Jahrhundert nationale Raumfahrtprogramme zu betrieben. Eine internationale Zusammenarbeit wäre eindeutig die beste Lösung für die Menschheit.