ESA Astronaut Alexander Gerst
ESADer promovierte Geophysiker wird 2014 zur internationalen Raumstation ISS fliegen. Er wurde als dritter deutscher Astronaut von der ESA nominiert. Für die Dauer von sechs Monaten wird er Teil eines internationalen Teams sein.
Alexander Gerst setzte sich beim Auswahlverfahren der Europäischen Weltraumbehörde ESA durch
Schon im zarten Alter von sechs Jahren hat ihn das Thema Raumfahrt fasziniert. Ausschlaggebend war wohl sein Großvater, dessen Leidenschaft das Amateurfunken war. Dieser hatte eines Tages die Idee, die Antenne des Funkgerätes in Mondrichtung zu drehen. Die Wellen wurden reflektiert und Alexander Gerst, der zuvor ein paar Worte in das Mikrofon gesprochen hatte, konnte seine eigene Stimme, vom Mond zurückschallend, hören. Mit diesem Erlebnis wurde eine lebenslange Leidenschaft geweckt.
Durch ein packendes Erlebnis in Neuseeland entschied er sich für ein Studium der Geophysik und Vulkanologie. Er studierte in Karlsruhe und schloss sein Studium mit einem Diplom ab. In Wellington (Neuseeland) erwarb er einen Mastertitel, den er noch toppte, indem er an der Hamburger Universität promovierte.
Die Bekanntschaft zu Catherine Coleman
Bei einer seiner wissenschaftlichen Expeditionen lernte er die US-Astronautin Catherine Coleman kennen. Diese brachte ihn wieder mit seiner Leidenschaft für die Raumfahrt in Kontakt. Und weil er sich seinen Kindheitstraum erfüllen wollte, bewarb er sich beim Europäischen Astronautenzentrum. Und er schaffte es tatsächlich, sich gegen 8.000 Mitbewerber durchzusetzen. Nun bereitet er sich intensiv auf seine Mission für die ESA vor.
Nachdem er sich für den Flug zur ISS qualifiziert hat, ist auch sein Traum, zum Mond zu fliegen, in greifbare Nähe gerückt. Im Auftrag der ESA wird er auf der ISS einige Experimente in seinem Fachgebiet, der Geophysik, durchführen. Zusätzliche Untersuchungen, die Humanmedizin und Biologie betreffend, sind ebenfalls vorgesehen.