Die ISS – Geschichte des gemeinsamen Projekts
ESA, NASADas hatte mehrere Vorläufer und war schon lange im Gespräch, es bedurfte mehrerer unterschiedliche Entwicklungen bis die beteiligten Nationen sich zusammenschließen konnten.
Den Traum im Weltall zu wohnen gibt es nicht erst seit der bemannten Raumfahrt. Sonne, Mond und Sterne waren schon seit jeher Sitz von Göttern oder anderen Wesen und der Mensch wollte ebenfalls zu fremden Planeten reisen.
Die Sowjetunion hatte es schon in den 1970er Jahren geschafft Stationen in den Orbit zu schießen und Kosmonauten dort zu beschäftigen. Das letze erfolgreiche Beispiel war die Station MIR. Kurz vor Ende des kalten Krieges wurde eine zweite Station geplant, da man wusste, dass die MIR nur einen begrenzten Zeitraum oben bleiben konnte.
Doch die Finanzierung besonders nach dem Zerfall der Sowjetunion gestaltete sich schwierig.
Seit den Achtzigerjahren versuchten andere Nationen, wie die Mitglieder der ESA ebenfalls eine Station in das All zu schicken, mussten allerdings aus Kosten- oder technischen Gründen laufende Projekte abbrechen. Mitte der Neunzigerjahre hatte man nun die Gelegenheit mit verschiedenen Ländern, deren Einbeziehung vorher undenkbar gewesen wäre, Abkommen zu treffen und grenzübergreifend nicht nur in Europa zu agieren. So sicherte die ESA der NASA die Lieferung von Komponenten zu und auch Russland und die USA kamen überein, dass es einen unbegrenzten Austausch in Sachen ISS geben sollte. Auch Japan wurde was die Hardware anging, eingebunden.Am 20. November 1998 wurde das erste russische Modul von Baikonur aus gestartet, damit begann der Aufbau der ISS im Weltraum und ein steter Start und Landeverkehr in den Weltraum.
Das Columbia Unglück am 01.02.2003 verzögerte den weiteren Verlauf, da die Einsätze der Spaceshuttles nun von NASA-Seite aus reduziert wurden. Mit dem Start der Raumfähre Atlantis 2008 wurde das europäische Modul „Columbus“ gestartet, das seither zu Forschungszwecken dient. Es soll für zehn Jahre im All bleiben und wichtige Daten über das Leben im Weltraum liefern.
Der Schwerpunkt der Deutschen Raumfahrtbehörde liegt vor allem in vier Teilaspekten:
• Entwicklung neuer Methoden in der medizinischen Diagnostik und Therapie
• Grundlegende Lebensfunktionen (z.B. welche Auswirkungen die mangelnde Gravitation auf den Körper hat)
• Ausbau des physikalischen Wissens ( Wie verhalten sich Materialien, Stoffe in welcher Umgebung)
• Materialforschung (durch die Schwerelosigkeit wird die Materialforschung begünstigt)
Bisher wurden im Astrolab etwa 30 Experimente durchgeführt, acht davon unter deutscher Leitung.
Der einzige ESA-Astronaut, der bis jetzt im Einsatz auf der ISS war, ist der Deutsche Thomas Reiter, der insgesamt 350 Tage im All war und mehr als 5.000 Mal um die Erde flog.
Der jeweilige Standort der ISS und ihre Sichtzeiten sind unter heavens-above.com abzufragen.