ESA Astronaut Alexander Gerst
Der promovierte Geophysiker wird 2014 zur internationalen Raumstation ISS fliegen. Er wurde als dritter deutscher Astronaut von der ESA nominiert. Für die Dauer von sechs Monaten wird er Teil eines internationalen Teams sein.
Alexander Gerst setzte sich beim Auswahlverfahren der Europäischen Weltraumbehörde ESA durch
Schon im zarten Alter von sechs Jahren hat ihn das Thema Raumfahrt fasziniert. Ausschlaggebend war wohl sein Großvater, dessen Leidenschaft das Amateurfunken war. Dieser hatte eines Tages die Idee, die Antenne des Funkgerätes in Mondrichtung zu drehen. Die Wellen wurden reflektiert und Alexander Gerst, der zuvor ein paar Worte in das Mikrofon gesprochen hatte, konnte seine eigene Stimme, vom Mond zurückschallend, hören. Mit diesem Erlebnis wurde eine lebenslange Leidenschaft geweckt.
Durch ein packendes Erlebnis in Neuseeland entschied er sich für ein Studium der Geophysik und Vulkanologie. Er studierte in Karlsruhe und schloss sein Studium mit einem Diplom ab. In Wellington (Neuseeland) erwarb er einen Mastertitel (more…)
Der Begriff ESA ist die Abkürzung für “European Space Agency”, was übersetzt “Europäische Weltraumorganisation” bedeutet. Die Gründung der ESA erfolgte am 30. Mai 1975, Hintergrund was eine Zusammenführung der europäischen Raumfahrtaktivitäten. Veranlasst wurde die Maßnahme unter anderem auch, da der technologische Rückstand gegenüber der USA und UdSSR immer größer wurde. Momentan sind in der ESA 18 Mitgliedstaaten vertreten, welche insgesamt knapp 2.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die ESA ist als Organisation als Nachfolge von der ESRO, ELDO und der Europäischen Fernmeldesatelliten-Raumfahrt zu betrachten. In der Satzung wurde ausdrücklich verankert, dass die ESA lediglich friedliche Ziele verfolgt, eine Benutzung der Strukturen für Waffentests oder Ähnliches ist den Mitgliedstaaten untersagt.